Wartungs-Release

Amiga Imager v0.99.11

Beim Classic Amiga mit Netzwerkkarte kommt das Netzwerk jetzt von allein hoch. Bis zu dieser Version landete die Roadshow-Interface-Datei in einer Schublade, in die Roadshow nie schaut – die Verbindung per Hand aus dem Dock funktionierte, alles andere nicht. Ausserdem: Drag-and-drop zwischen den Disk-Browser-Fenstern, und die CPU-abhaengigen Pakete landen wieder auf UAE-Images.

  • Classic: Netzwerk wenige Sekunden nach dem Boot online
  • Roadshow-Interface liegt jetzt in DEVS:NetInterfaces
  • Disk Browser: Drag-and-drop und Shift-Klick-Bereiche
  • UAE-Images: RiVA, mpega und ScummVM werden wieder installiert

Wartungs-Release - macOS 14+, Apple Silicon und Intel. Build: 260817.

Classic: das Netzwerk kommt von allein hoch

Wer ein Classic-Image mit Netzwerkkarte und Roadshow gebaut hat, bekam die Interface-Konfiguration nach DEVS:Internet/Interfaces/Ethernet geschrieben. Dort legen AmiTCP und Genesis ihre Einstellungen ab; Roadshow liest DEVS:NetInterfaces und SYS:Storage/NetInterfaces – und sonst nichts. Die Schublade, auf die jede Roadshow-Anleitung verweist, war also leer, und Roadshows eigener Startvorgang, der schlicht jedes dort gefundene Interface aktiviert, fand nichts.

Ganz wirkungslos war die Datei nicht: Das Online-Icon im Dock nannte sie mit vollem Pfad, und so funktioniert es. Genau deshalb ist das so lange nicht aufgefallen – von Hand verbinden ging, also "ging" das Netzwerk. Nie funktioniert hat, dass die Maschine von selbst online kommt, oder dass ein Roadshow-Werkzeug das Interface findet.

Beides ist behoben. Die Datei liegt jetzt in DEVS:NetInterfaces/Ethernet, und das Image aktiviert das Interface wenige Sekunden nach dem Boot – abgekoppelt und verzoegert, damit eine Maschine ohne eingestecktes Kabel weiterhin normal bootet und einfach ohne Netzwerk hochkommt. Das Online-Icon bleibt fuer die Verbindung per Hand, und unter Einstellungen → Classic → Netzwerk laesst sich das automatische Hochfahren abschalten.

A314-Builds waren nie betroffen – dieser Weg hat die richtige Schublade immer verwendet.

Disk Browser: Drag-and-drop zwischen den Fenstern

Dateien von einem Fenster in das andere zu ziehen wurde abgelehnt, waehrend es aus dem Finder weiterhin klappte: Nach einem macOS-Update muss der eigene Typ der Drag-Daten in der App deklariert sein, bevor das System ihn akzeptiert. Das ist jetzt der Fall – und die Bereichsauswahl per Shift-Klick faellt nicht mehr auf eine einzelne Zeile zurueck, waehrend man sie aufzieht.

Emulator-Images: CPU-abhaengige Pakete werden wieder installiert

RiVA, mpega.library und ScummVM wurden auf UAE- und Amiberry-Images von einer Regel uebersprungen, die eigentlich dem MiSTer-Profil gilt, dessen emulierter Amiga ein 68000 ist. Auf der UAE-Familie werden sie jetzt installiert, mit der zur emulierten CPU passenden Bibliotheksvariante. Und eine bewusste Wahl von 68040 bleibt erhalten, statt auf 68060 angehoben zu werden.

Ausserdem

  • Amiga Fleet: Das Schliessen eines VNC-Fensters beendet die Sitzung wirklich; die Dateiansicht zeigt die echten Workbench-Icons der Maschine; der Unfreeze-IMP-Knopf ist in der Maschinenansicht zurueck.
  • ami2ha wird genau so installiert, wie es sein amipkg-Rezept tut – ein spaeteres amipkg update auf dem Amiga trifft damit die Installation aus dem Build.
  • Eine fehlgeschlagene ADF-Extraktion erscheint jetzt als richtige Warnung im Build-Log, statt darin unterzugehen – es ist die eine Warnung, die eine fehlende OS-Diskette bedeuten kann.
  • Ein Zeichen ausserhalb von Latin-1 in WLAN-Name, Passwort oder einem PiStorm-Cmdline-Zusatz hat den Build vorher abstuerzen lassen; jetzt wird gemeldet, welche Datei nicht kodiert werden konnte.
  • Enthaelt amipkg 0.7.11, unveraendert gegenueber 0.99.10.

Dank an Jan (evil4dmin), der ein frisches Classic-Image gebaut hat, die Interface-Datei dort gesucht hat, wo die Roadshow-Dokumentation sie beschreibt, und die leere Schublade gemeldet hat.