Wartungs-Release - macOS 14+, Apple Silicon und Intel. Build: 260817.
Classic: das Netzwerk kommt von allein hoch
Wer ein Classic-Image mit Netzwerkkarte und Roadshow gebaut hat, bekam die
Interface-Konfiguration nach DEVS:Internet/Interfaces/Ethernet geschrieben.
Dort legen AmiTCP und Genesis ihre Einstellungen ab; Roadshow liest
DEVS:NetInterfaces und SYS:Storage/NetInterfaces – und
sonst nichts. Die Schublade, auf die jede Roadshow-Anleitung verweist, war also leer,
und Roadshows eigener Startvorgang, der schlicht jedes dort gefundene Interface
aktiviert, fand nichts.
Ganz wirkungslos war die Datei nicht: Das Online-Icon im Dock nannte
sie mit vollem Pfad, und so funktioniert es. Genau deshalb ist das so lange nicht
aufgefallen – von Hand verbinden ging, also "ging" das Netzwerk. Nie
funktioniert hat, dass die Maschine von selbst online kommt, oder dass ein
Roadshow-Werkzeug das Interface findet.
Beides ist behoben. Die Datei liegt jetzt in
DEVS:NetInterfaces/Ethernet, und das Image aktiviert das Interface wenige
Sekunden nach dem Boot – abgekoppelt und verzoegert, damit eine Maschine ohne
eingestecktes Kabel weiterhin normal bootet und einfach ohne Netzwerk hochkommt. Das
Online-Icon bleibt fuer die Verbindung per Hand, und unter
Einstellungen → Classic → Netzwerk laesst sich das
automatische Hochfahren abschalten.
A314-Builds waren nie betroffen – dieser Weg hat die richtige Schublade immer
verwendet.
Disk Browser: Drag-and-drop zwischen den Fenstern
Dateien von einem Fenster in das andere zu ziehen wurde abgelehnt, waehrend es aus dem
Finder weiterhin klappte: Nach einem macOS-Update muss der eigene Typ der Drag-Daten in
der App deklariert sein, bevor das System ihn akzeptiert. Das ist jetzt der Fall –
und die Bereichsauswahl per Shift-Klick faellt nicht mehr auf eine
einzelne Zeile zurueck, waehrend man sie aufzieht.
Emulator-Images: CPU-abhaengige Pakete werden wieder installiert
RiVA, mpega.library und ScummVM
wurden auf UAE- und Amiberry-Images von einer Regel uebersprungen, die eigentlich dem
MiSTer-Profil gilt, dessen emulierter Amiga ein 68000 ist. Auf der UAE-Familie werden
sie jetzt installiert, mit der zur emulierten CPU passenden Bibliotheksvariante. Und
eine bewusste Wahl von 68040 bleibt erhalten, statt auf 68060
angehoben zu werden.
Ausserdem
- Amiga Fleet: Das Schliessen eines VNC-Fensters beendet die Sitzung
wirklich; die Dateiansicht zeigt die echten Workbench-Icons der Maschine; der
Unfreeze-IMP-Knopf ist in der Maschinenansicht zurueck.
- ami2ha wird genau so installiert, wie es sein amipkg-Rezept tut
– ein spaeteres
amipkg update auf dem Amiga trifft damit die
Installation aus dem Build.
- Eine fehlgeschlagene ADF-Extraktion erscheint jetzt als richtige Warnung im
Build-Log, statt darin unterzugehen – es ist die eine Warnung, die eine
fehlende OS-Diskette bedeuten kann.
- Ein Zeichen ausserhalb von Latin-1 in WLAN-Name, Passwort oder einem
PiStorm-Cmdline-Zusatz hat den Build vorher abstuerzen lassen; jetzt wird gemeldet,
welche Datei nicht kodiert werden konnte.
- Enthaelt amipkg 0.7.11, unveraendert gegenueber 0.99.10.
Dank an Jan (evil4dmin), der ein frisches Classic-Image gebaut hat, die
Interface-Datei dort gesucht hat, wo die Roadshow-Dokumentation sie beschreibt, und die
leere Schublade gemeldet hat.