Das Ökosystem

Von einer Mac-App zu einer Familie von Amiga-Werkzeugen

Amiga Imager begann im Dezember 2025, um PiStorm-Images auf dem Mac zu bauen. Unterwegs kamen gemeinsame Bausteine dazu, ein Emulator für iPad und iPhone, Werkzeuge, die auf dem Amiga selbst laufen, und Werkzeuge, mit denen ein KI-Agent an echter Amiga-Hardware arbeiten kann.

Auf Mac, iPad und iPhone

Die Apps, die du installierst.

macOS

Amiga Imager

Baut startfertige Amiga-Systeme für PiStorm/Emu68, Classic A500 bis A4000, Vampire V4, MiSTer, UAE und Amiberry. Liest und schreibt Disketten über Greaseweazle und DrawBridge und behält mit der Amiga-Fleet-Konsole jeden Amiga im Netz im Blick.

Amiga Imager →
iPad · iPhone · Mac

Amigo

Ein nativer WinUAE-Port für iPad, iPhone und Macs mit Apple Silicon. Kostenlos, ohne Werbung und ohne Konto, GPL-2 wie WinUAE selbst. Beim ersten Start bootet er das freie AROS-ROM, es gibt also nichts einzurichten.

Amigo im App Store →
iPadOS-Prototyp

Amiga Imager Pad

Ein Machbarkeitstest für eine Frage: Läuft die Engine von Amiga Imager auf einem iPad? Sie läuft. Der Prototyp baut ein startfähiges Amiga-Disk-Image direkt auf dem Gerät, schreibt Dateien hinein und zeigt den Inhalt an, ganz ohne Mac.

Prototyp, nicht veröffentlicht

Gemeinsame Bausteine

Native Swift-Module in Amiga Imager. Sie haben die externen Werkzeuge und Shell-Skripte ersetzt, mit denen die App angefangen hat.

Disk-Engine

AmigaDiskKit

Liest und schreibt Amiga-Disk-Images ohne externe Werkzeuge: RDB- und MBR-Layouts, FFS/OFS-, PFS3- und FAT32-Partitionen, ADF-Disketten bis hin zu Flux-Abbildern vom Greaseweazle und LHA-Archive. Seit Juni 2026 ersetzt es hst-imager.

AmigaDiskKit auf GitHub →
Build-Engine

AmigaBuildKit

Die native Build-Engine, die AmigaOS, Treiber, RTG und Netzwerk in ein Image installiert. Sie hat im Juni 2026 in 18 Tagen rund 28.000 Zeilen Bash-Skripte ersetzt.

Software

AmigaPackageKit

Holt und installiert die optionale Software für einen Build, von WHDLoad und ScummVM bis IBrowse, AmiSSL und MUI, mit Aminet-Downloads samt Prüfsummen.

Fleet

AmigaFleetKit

Die Grundlage der Amiga-Fleet-Konsole: alle Amigas im Netz auf einer Übersicht, mit Shell, Dateikopie in beide Richtungen und Bildschirm per VNC.

Auf dem Amiga

Werkzeuge für AmigaOS 3.x, auf echter Hardware und im Emulator.

Paketmanager

amipkg

Ein Paketmanager für AmigaOS 3.x: amipkg install lädt die Software, prüft sie gegen einen kryptografisch signierten Katalog und löst die Abhängigkeiten passend zur CPU auf. Läuft vom Standard-A500 bis zur Vampire, als CLI, GadTools- und MUI-Oberfläche.

amipkg-Anleitung →
Katalog

amiga-pkg

Das Paket-Repository hinter amipkg. Es sammelt eingereichte Pakete, prüft sie und veröffentlicht den einen signierten Index, dem amipkg und alle mit Amiga Imager gebauten Systeme vertrauen.

amiga-pkg auf GitHub →
Fernsteuerung

amiagent

Ein kleiner Dienst auf dem Amiga, der AmigaDOS-Befehle ausführt, Dateien kopiert, Screenshots macht, Maus und Tastatur bedient und GUI-Programme über seinen ARexx-Port steuert. Mit AmiSSL läuft die Verbindung über TLS.

amiagent auf GitHub →
MUI

amifleet68

Die Amiga-Fleet-Konsole nativ auf dem Amiga, als MUI-Programm. Sie spricht direkt mit jedem amiagent im Netz, ganz ohne Mac.

amifleet68 auf GitHub →

Für den KI-Agenten

Die Werkzeuge, mit denen Claude an echter Amiga-Hardware arbeitet, statt zu raten, wie sich ein Amiga verhält.

MCP-Server

amimcp

Ein MCP-Server auf dem Mac, der Claude über amiagent Hände an einem echten Amiga gibt. Du beschreibst das Problem, Claude probiert es auf der echten Hardware aus.

amimcp auf GitHub →
Wissen

AllAmigaTooling

Ein Claude-Code-Plugin mit einem Skill pro Projekt. Es sagt dem Agenten, welches Werkzeug es für Disk-Images, 68k-Builds, Pakete, Icons und echte Hardware schon gibt, damit er es benutzt, statt es neu zu bauen.

Toolchain

amiga-sdk

Eine Build-und-Start-Schicht über den m68k-Cross-Compilern: CPU-Profil wählen, und Compiler, Flags und Link-Reihenfolge stimmen, dazu ein Weg, das Ergebnis auf einem passenden Amiga zu starten. Vier Fehlerbehebungen, die dabei entstanden, gingen an GCC und libnix und wurden übernommen.

Wie es gewachsen ist

Dezember 2025

Die erste Idee war, den Windows-Emu68-Imager per PowerShell auf dem Mac laufen zu lassen. Nicht die Skripte waren das Problem, sondern die Windows-Oberfläche. Also war der erste Amiga Imager eine Swift-Oberfläche um Bash-Skripte und hst-imager.

Juni 2026

Zuerst ersetzte AmigaDiskKit hst-imager. Danach ersetzte die native Swift-Build-Engine die Bash-Skripte, 28.000 Zeilen in 18 Tagen.

Juli bis September 2026

Amigo, amipkg, amiga-pkg, amiagent und amimcp, AllAmigaTooling, amiga-sdk und amifleet68 kamen dazu. Jedes Projekt füllte eine Lücke, die das vorherige sichtbar gemacht hatte.


Was das Ökosystem möglich gemacht hat

Im September 2026 kamen die Werkzeuge bei einem Projekt zusammen, das niemand geplant hatte: einem Port von OpenRCT2, der Open-Source-Engine von RollerCoaster Tycoon 2, auf 68k-AmigaOS. Begonnen habe ich ihn mit dem iPhone am Pool auf Maui, in den Flitterwochen: Das iPhone steuerte Claude, Claude steuerte den Mac zu Hause, und auf dem Mac lief Amigo mit amiagent. Der erste Build startete in Amigo schon am ersten Tag. Nach acht Tagen standen 118 Commits und 26 Testversionen, und die Simulation stimmt Bit für Bit mit der auf dem Mac überein.

OpenRCT2 für den Amiga auf GitHub →

Die Idee zu amiagent kam von Jan Stermann: Wenn ich mal Zeit und Token hätte, könnte ich das ja probieren. Dass ich wusste, wie Agents funktionieren, verdanke ich meinen vielen Jahren im Client Platform Engineering. Jan hat mit dem Ökosystem inzwischen ami2ha gebaut, einen nativen Home-Assistant-Client für AmigaOS mit MUI-Dashboard, Live-Updates per WebSocket und ARexx-Port.

ami2ha im Aminet →  ·  ami2ha auf GitHub →