Eine Karte kann mehrere komplette Systeme tragen — deine eigene Workbench, Coffin, AGS, eine Spielesammlung —, und beim Einschalten fragt ein Boot-Menü, welches starten soll. Amiga Imager baut so eine Karte aus Images, die du schon hast: Es kopiert ihre Partitionen auf die neue Karte und fügt das Menü hinzu. Die Quell-Images werden nur gelesen, nie verändert.
Das Menü ist AmiBootLoader, der eigene Bootmanager von Amiga Imager. Er liegt auf einer kleinen eigenen Partition, braucht Kickstart 2.04 oder neuer und stellt auf dem PiStorm je System das Kickstart-ROM und die Emu68-Version um.
.hdf, .img oder .hda,
mit FFS-, OFS- oder PFS3-Partitionen.Eine importierte Partition startet mit automatischer Größe: ihr Inhalt plus etwas freier Platz — nicht die Größe aus dem Quell-Image (aus einer 2-GB-Workbench können 450 MB werden). Um das zu ändern, wähle die Zeile aus und tippe eine Größe ein, oder lass eine Partition den Rest der Karte nehmen. Größer geht immer; kleiner als der Inhalt nicht — der Editor zeigt Braucht mindestens … MiB in Orange, und der Build bricht mit einer klaren Meldung ab. Das Image wächst von selbst mit; Image an Partitionen anpassen verkleinert es wieder.
Der Editor zeigt bei jeder importierten Partition auch ihre Größe im Image; Größe wie im Image gibt sie ihr mit einem Klick zurück (nie kleiner, als ihr Inhalt braucht).
DOS\7.DH0:, dessen Spiele auf DH1: liegen). Auf
der Karte warten sie unter neutralen Namen (MBA0, MBA1 …) und sind nicht
angemeldet; wählst du das System, bekommen sie für die Laufzeit ihre eigenen Namen zurück. Die
Systeme sehen die Partitionen der anderen nie.Jedes System startet mit dem ROM der Karte, außer du wählst im Partitionseditor Kickstart für
dieses System — Coffin zum Beispiel braucht sein eigenes. Emu68 lädt das ROM nur beim Start des
Raspberry Pi. Wählst du ein System mit einem anderen ROM, stellt das Menü die Karte um und bittet dich,
einmal Strg-Amiga-Amiga zu drücken: Das startet den Pi neu, und das System kommt mit seinem ROM
hoch. Aus- und Einschalten geht auch. Systeme mit demselben ROM wechseln wie bisher. Für Coffin r65
nimmst du das ROM, das im Image liegt (DEVS:Kickstarts/coffin.rom).
Braucht ein importiertes System Änderungen, um auf der Karte zu laufen, zeigt der Partitionseditor
Für diese Karte anpassen. Die Schalter sind voreingestellt an; jede geänderte Datei behält ihr
Original daneben (.orig, .old).
bsdsocket.library aus dem
Roadshow-Archiv, das in den Einstellungen angegeben ist.| Taste / Eingabe | Wirkung |
|---|---|
| ↑ ↓ oder 1–9 | auswählen |
| Return, ein Mausklick, Joystick-Feuer (Port 2) | starten |
| beliebige Taste | hält den 10-Sekunden-Countdown an |
| K | starten und behalten: Ab dann startet die Karte direkt dieses System |
| Esc | eine Shell auf der Menü-Partition |
| R | die Rettungs-Shell (wenn eingeschaltet, siehe unten) |
Das zuletzt gestartete System — auf einer neuen Karte das erste — ist markiert und startet nach zehn Sekunden von selbst. Aus jedem laufenden System wählst du per Doppelklick auf Boot Menu auf der Disk BootMenu das System für den nächsten Start; so kommt auch das Menü nach K zurück.
Jedes System behält seine eigenen Laufwerks-Icons. Die Karte legt ihre eigenen Laufwerke in eine
zweite Spalte: oben BootMenu (die Festplatte mit dem Boing-Ball), darunter gemeinsame
Datenpartitionen. EMU68BOOT steht an seinem gewohnten Platz. Eine gemeinsame Partition bekommt
nie den Namen eines Systemlaufwerks — ein zweites Work heißt Work2.
Neben Boot Menu liegt auf der BootMenu-Disk Boot Menu Prefs. Starte es per Doppelklick in einem beliebigen System, um
Änderungen wirken ab dem nächsten Start. Boot Menu Prefs ist (noch) englisch.
Ohne die HDMI-Option erscheint das Menü nur am Videoausgang des Amiga. Mit ihr bekommt die Menü-Partition ein kleines Picasso96 mit VideoCore, und das Menü öffnet sich auf HDMI (der Start dauert ein paar Sekunden länger). Dafür braucht es deinen 3.2-ADF-Ordner; Picasso96 und Emu68-tools werden geladen — oder dein iComp-Picasso96-Archiv wird benutzt, falls du eins gewählt hast.
Einstellungen → PiStorm → Austauschpartition legt am Ende der Karte eine FAT32-Partition
EXCHANGE an (standardmäßig 4 GB). Ein Mac oder PC sieht sie als normales Laufwerk; auf dem
Amiga erscheint sie als EXCHANGE: in jedem System, das fat95 hat — für Musik,
Downloads oder WHDLoad-Archive. Ihre Größe geht von den Amiga-Partitionen ab; die Kartengröße bleibt.
Mit Boot-Menü: Rettungs-Shell in Einstellungen → Erstellen startet R im Menü
den Amiga neu, bindet alle Partitionen der Karte ein (MBA0, MBB0 …) und öffnet
eine Shell auf der Menü-Partition mit den üblichen Befehlen aus deinen 3.2-ADFs — der Weg in ein
System, das nicht mehr startet, z. B. Copy MBB0:S/Startup-Sequence.orig MBB0:S/Startup-Sequence.
Strg-Amiga-Amiga bringt das Menü zurück. Sie nutzt den eigenen Videoausgang des Amiga.
Amiga Imager fügt jedem System eine Zeile AmiBootLoader RESET in
S:User-Startup ein; sie stellt die Karte so zurück, dass der nächste Start das Menü zeigt.
Hängt ein System vor dieser Zeile, startet es beim nächsten Mal wieder. Der Ausweg: Beim Einschalten
beide Maustasten halten, Boot Options wählen, BOOTMENU auswählen und booten.
| Stand | |
|---|---|
| FFS-, OFS-, PFS3-Images | geht — getestet mit Workbench 3.2.3, Coffin R58 und r65, AGS2 |
| Kickstart je System | geht — Coffin r65 mit eigenem ROM neben 3.2.3 (A1200, PiStorm32-lite) |
| SFS-Partitionen | können noch nicht gelesen werden — das Import-Fenster zeigt sie ausgegraut |
| AmiKit | geht — AmiKit 12.2 mit Emu68 1.0.7 neben 3.2.3 und Coffin r65 mit 1.1, auch über HDMI (A1200 mit PiStorm32-lite) |
| AmigaVision, System One | noch nicht getestet — bitte ausprobieren |
| Menü über HDMI | geht — A1200 mit PiStorm32-lite, Emu68 1.0.7 und 1.1 |
| Austauschpartition, Rettungs-Shell | neu — bitte ausprobieren |
| Classic-/Emulator-Karten | werden gebaut, aber viel weniger getestet als PiStorm |
BootMenu:S/AmiBootLoader.log von der Karte — es hält jeden Menülauf fest.